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Vortrag „Aus dem Staub ans Licht. Neuigkeiten zu Kaiser Friedrich II. aus einer stark beschädigten Handschrift"

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung spricht am Dienstag dem 14. April um 19 Uhr im Märklinsaal der Göppinger Stadthalle Dr. Katharina Gutermuth über eine neu entdeckte Handschrift, die Briefe Kaiser Friedrichs II. enthält.

Die Referentin ist als Mitarbeiterin bei den Monumenta Germaniae Historica in München bei der Neuedition der Urkunden Friedrichs II. beschäftigt.

Zum Vortrag: Es ist nicht gerade ungewöhnlich, dass beispielsweise im Zuge von Neuordnungen oder Digitalisierungen von Beständen in Archiven und Bibliotheken verloren gegangene, unbekannte oder falsch eingeschätzte Urkunden und Handschriften (wieder) entdeckt werden. Einen sogenannten Sensationsfund bildet die 2004 „entdeckte" Innsbrucker Briefsammlung in einer Handschrift der Universitätsbibliothek Innsbruck, die mit über 200 Briefen, Mandaten und Diplomen der Staufer Friedrich II. und Konrad IV. aufwarten kann, von denen immerhin 130 dem Text nach unbekannt waren.

Bildnachweis: Katharina Gutermuth

Nicht ganz so umfangreich ist eine Briefsammlung, die Katharina Gutermuth wiederentdeckte: es handelt sich dabei um eine Handschrift mit über 90 Briefen, vornehmlich Kaiser Friedrichs II., die dem Überlieferungskontext der Petrus de Vinea Briefsammlungen entstammen. Der Zustand der Handschrift ist äußerst bedauerlich, aufgrund von Wasserschäden sind große Teile des Textes bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Unter Zuhilfenahme neuerster Techniken gelang es allerdings beträchtliche Abschnitte der Handschrift wieder ans Licht zu bringen.

Katharina Gutermuth wird in ihrem Vortrag über die Entdeckung der Handschrift, deren Bearbeitung sowohl in editorischer als auch technischer Hinsicht sowie den Inhalt der Sammlung sprechen, in der sich – so viel sei verraten – doch einiges Unerwartetes und Überraschendes findet.